Post SV Gera Abteilung Ausdauerlauf

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Runner Der neue Laufkurs beim Post SV Gera hat am 19. April 2023 begonnen. Unter den Teilnehmern ist auch der Journalist Andreas Rabel, der seine Erfahrungen in der OTZ Gera schildert. Mit freundlicher Genehmigung dürfen wir hier seine Eindrücke aus der Zeitung vom 22.4. wiedergeben.
Die Laufschuhe vom Nagel befreit
Laufreport: Mein Start beim Rennsteiglauf liegt über fünfzehn Jahre zurück. Als Wiedereinsteiger beim Laufkurs des Post SV Gera dabei

Andreas Rabel

Gera.
Ob das so eine gute Idee war, sich am Laufkurs des Post SV Gera einzuschreiben, wird sich zeigen. Das Lauftraining unter Anleitung und Trainingsplan streckt sich über sechs Wochen und ist für Anfänger und Wiedereinsteiger gedacht.
 Nötig hätte ich es ja, mal wieder in die Gänge zu kommen. Der Blick in den Spiegel sagt es, die Waage lügt nicht. Ein enges Ding, die Wahl der Laufklamotten. Wenigstens passen die Laufschuhe noch, die, noch gut in Schuss, verschmäht im Keller hingen. Vor etlichen Jahren lief es noch rund. Ich bin gelaufen und gelaufen – der Rennsteiglauf-Marathon damals das Ziel. Ins Ziel nach Schmiedefeld bin ich nach über fünf Stunden gekommen, doch eine Freude war es nicht, die letzten zehn Kilometer eine Qual. Als kurz vor dem Ziel ein älterer Herr an mir vorbei stampfte, gab das mir den Rest. Mein Elan tangierte gegen Null.
 Zurück in Gera klopfte ich einen Nagel in die Kellerwand und hängte die Laufschuhe an den sprichwörtlichen Nagel. Nach der Marathonerfahrung bin ich zwar ab und an beim Kernberglauf gestartet, doch es wurde weniger und weniger. Saison für Saison legte sich ein Jahresring um meine Hüften. Mein Hausarzt meinte mit Blick auf meine Problemzone: Gehst du laufen, ist das nicht gut, tust du es nicht ist es auch nicht gut. Ja, was denn nun?
 Also doch wieder mit dem Laufen anfangen. Vielleicht krieg ich die Kurve, Laufen in der Gemeinschaft, das hat was, weckt den Ehrgeiz.

Schwatzen erwünscht: Denn wer japst, der läuft zu schnell
Am Mittwoch stehe ich mit den Kursteilnehmern vor der Panndorfhalle, tripple auf und ab, als würde ich wie einst als Ringer gleich auf die Matte müssen. Muss ich natürlich nicht. Vielmehr stand das Lauf-ABC auf dem Programm. Nicht nur der Kniehebelauf brachte mich auf Betriebstemperatur. Ich nehme die Hinweise des Kursleiters gern auf, noch bin ich frisch, noch kann ich alles umsetzen. Laufend geht es über die Untermhäuser Brücke, den Faulenzerweg entlang, die Nachwuchskicker auf dem Kunstrasen in Heinrichsgrün sprinten dem Ball hinterher. Unser Tempo ist gemächlich, wer pustet, sollte ein paar Schritte gehen. Und anders als Sportunterricht: Schwatzen ist ausdrücklich erwünscht. Wer nicht japsen muss, läuft im richtigen Tempo. Dann regnet es auch noch und ich erfahre, Jogger sind nur bei schönem Wetter unterwegs. Läufer bei Wind und Wetter – also bin ich jetzt ein Läufer und kommenden Mittwoch wieder am Start.
Auf der Lasur
Fotograf
Ich habe fotografiert.
Laufroute am 28.11.2021
Laufen in den Advent

Gemeinsamer Trainingstag der Läufer vom Post SV Gera ist seit langer Zeit der Mittwoch, wo man sich am späten Nachmittag an der Panndorfhalle trifft. Aber auch darüber hinaus gibt es sportliche Aktivitäten, sei es die Teilnahme an Wettkämpfen oder die Verabredung zu Laufrunden am Wochenende nach vorheriger Absprache. So geschah es auch am Morgen des ersten Advents 2021, wo es zu einer Vereinigung zweier bisher getrennt laufender Gruppen kommen sollte. Treffpunkt war in Collis, was nicht nur günstig gelegen ist, sondern auch genügend Parkmöglichkeiten bietet. 3 Personen nahmen bereits den Weg aus Richtung Pforten unter die Füße, und zusammen ging es dann bei frostigen Temperaturen und zumindest reifbedeckter Umgebung zunächst in Richtung Erdbeerstadion. Weiter führte unser Weg hinauf zur seit Kurzem als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Lasur (Foto) und in einer langen Schleife wieder durch Collis in Richtung Neue Landschaft Ronneburg. Vor dem großen weißen Kreuz bogen wir zum Anstieg durch Thränitz ab, um dann die "Colliser Alpen" zu überqueren. Nach einer kurzen Abwärtspassage trennten sich beide Gruppen wieder, und es ging zurück zum Parkplatz bzw. nach Pforten.
Obwohl wir uns an diesem Tag nur in der näheren Umgebung von Collis bewegten, war es eine abwechslungsreiche Runde mit einigen Höhenmetern und tollen Aussichten.
Hans Lauerwald und Peter Ullrich
Rennsteigläufer at Home

Weil die eigentlich für den 16. Mai 2020 geplante 48. Auflage des traditionellen Rennsteiglaufes coronabedingt nicht stattfinden konnte, hatten sich seine Macher die Ersatzvariante RENNSTEIGLÄUFERatHOME ausgedacht. Im Rahmen dieser Aktion konnten die Teilnehmer zwischen dem 08.05. und 07.06.2020 ihre gemeldete oder eine andere Strecke in einem selbst gewählten Umfeld zurücklegen und die Ergebnisse in geeigneter Form hochladen. Dafür hatte sich unser bereits 42-facher Bezwinger des "Langen Kantens" Hans-Friedrich Lauerwald zusammen mit dem ebenfalls überaus erfahrenen Rennsteigläufer Peter Ullrich etwas Besonderes überlegt. Am frühen Morgen des 18.05.2020 begaben sich die beiden zum Endpunkt des historischen Rennsteiges in Blankenstein an der Saale, genauer gesagt auf die Fußgängerbrücke zwischen Bayern und Thüringen über das Flüsschen Selbitz, kurz bevor diese in die Saale mündet. Von dort liefen sie auf Wald- und Feldwegen, aber auch Straßenabschnitten mit einer Fahrradbegleitung die über 76 km bis nach Gera und überwanden dabei mehr als 2.000 Höhenmeter. Nach knapp zwölfeinhalb Stunden war endlich die Heinrichsbrücke erreicht, denn anders als beim "richtigen" Rennsteiglauf, wo man schon durch die große Gemeinschaft des Läuferfeldes und anfeuernde Zuschauer an der Strecke und im Ziel viel Ansporn erfährt, spielte diesmal sicher der Kampf gegen sich selbst eine besonders große Rolle.
Stein zur Selbitz
Rennsteig-Etappenlauf mit starker Geraer Beteiligung

Laufroute Vom 15. bis 19. April 2019 fand zum 46. Mal der vom GutsMuths-Rennsteiglaufverein bestens organisierte Rennsteig-Etappenlauf statt. Er führte in diesem Frühjahr von Hörschel an der Werra über eine Distanz von 168,3 km bis nach Blankenstein an die Selbitz/Saale über die Höhen des Thüringer Waldes. Aus Gera waren erstmals neben den Begründern und langjährigen Organisatoren Ulrich Röder und Jutta Büchle vier Ausdauersportler/-innen (gesamt 36 Läufer/-innen) am Start. Gehören Hans-Friedrich Lauerwald und Frowin Dümmler mit ihrer 8. bzw. 9. Teilnahme schon zu den Routiniers auf dem berühmtesten Wanderweg Deutschlands, absolvierte Andreas Meinel (alle drei gehören der Abteilung Ausdauerlauf des Post SV Gera an) diesen zum zweiten Mal. Komplettiert wurden die Geraer durch Renate Warnstedt, die nach vielen Teilnahmen am GutsMuths-Rennsteiglauf über die Marathon- und Supermarathondistanz erstmals den kompletten Rennsteig unter die Füße nahm. Auf den Spuren von Julius von Plänckner, dem wir die erste Vermessung des Rennsteigs verdanken, führte die Laufstrecke in fünf Etappen mit Längen von 27,3 bis 39,9 km über den thüringisch-fränkischen Höhenweg, immer dem weißen "R" folgend. Bei wunderbarem sonnigen Laufwetter mit nur wenigen Restschneepassagen genossen alle die abwechslungsreiche Strecke, die interessanten Nachmittags- und Abendtreffs und erreichten glücklich das Ziel in Blankenstein.
Ohne ein regelmäßiges Training ist dieser Wettkampf natürlich nicht zu bestehen. Die Motivation dazu ist unser gemeinschaftliches Laufen im Verein Post SV Gera mittwochs ab 17:30 Uhr mit Start an der Panndorfhalle. Allein auf sich gestellt fände man sicher manchmal einen Grund, nicht zu laufen.
Für die meisten Ausdauerläufer ist natürlich der GutsMuths-Rennsteiglauf das größte Ereignis im Jahr. Am 18. Mai stehen Renate Warnstedt, Hans-Friedrich Lauerwald und Frowin Dümmler gemeinsam unter den mehr als 2000 Startern - dabei weitere Ausdauersportler aus der Trainingsgruppe, wie z.B. Dietmar Tanzer - auf dem Marktplatz in Eisenach, um den Supermarathon über eine Strecke von 73,9 km in Angriff zu nehmen. Für Hans-Friedrich Lauerwald wird es der 42. Rennsteig-Supermarathon in ununterbrochener Folge sein - eine unglaubliche Leistung. Peter Ullrich aus der gemeinsamen Trainingsgruppe läuft bei seiner 35. Teilnahme in diesem Jahr die Marathondistanz von Neuhaus am Rennweg nach Schmiedefeld.
Von der Elster zur Elbe

Auch 2018 gab es wieder eine mehrtägige Radtour vom 14. bis 17. Juni, die maßgeblich von Andreas Meinel organisiert und nachfolgend geschildert wurde:

Manchmal kam es uns vor, als wollte die Etappe nicht enden, und nun ist unsere diesjährige Radtour schon wieder Geschichte.
Alles begann mit einer entspannten Zugfahrt entlang der Weißen Elster, und da wir vor Energie nur so strotzten, begannen wir schon in Weischlitz mit unserer Tour. Von dort ging es Richtung Adorf, wo wir noch die Straßenschäden von den letzten Unwettern zu sehen bekamen. Nach dem mühsamen Aufstieg nach Schöneck stärkten wir uns am Meiler. Weiter ging die Fahrt entlang der Muldenbachtalsperre zum Schneckenstein. Hier erfuhren wir, dass die besten Stücke davon im Grünen Gewölbe in Dresden zu bestaunen sind. Bergauf ging es zum Aschberg, und am Rammelsberg war selbst das Schieben eine Qual. Damit aber nicht genug - nach einigen Kilometern Forstweg lauerte noch die höchste Erhebung des Tages, der Auersberg (1019 m). Mit allerletzten Kräften ächzten wir auch diesen Anstieg hinauf. Damit war aber unser Tagesziel noch nicht erreicht, und nur bergab nach Johanngeorgenstadt ging es auch nicht. 90 km und 1600 Höhenmeter!
Der zweite Tag führte uns 2 km bergab bis zur tschechischen Grenze und von da an wieder 10 km bergauf zum Plattenberg (1043 m). Dort stiegen wir hinab zur Eispinge des Erzgebirges. Wieder auf dem Rad, vorbei an wunderschönen Bergwiesen, ging es nach Bozi Dar und von da über die Grenze auf den Fichtelberg (1215 m). Hier wurden wir mit einer traumhaften Aussicht belohnt. Bergab nach Bozi Dar zur wohlverdienten Stärkung (Erzgebirgische Knoblauchsuppe für alle). Die konnten wir gut gebrauchen, denn es ging noch mal hoch auf den höchsten Punkt unserer Tour, den Keilberg (1244 m). Die darauf folgende Abfahrt forderte dann auch unser ganzes Geschick. Anschließend fuhren wir auf schmalen asphaltierten Straßen ohne viel Verkehr vorbei am Kupferberg (kurzer Stopp - Baumkuchen von Anne), bevor wir zum Schlussanstieg Richtung Satzung kamen. Das Ziel und Bier vor Augen kämpften wir uns hoch. Am Tagesziel gab es für die Nimmermüden noch einen Abstecher auf den Hirtstein mit der steinernen Rose.
Am dritten Tag ging es wieder ständig hoch und runter, immer dem Radweg mit der 23 folgend durch wunderschöne Fichten- und Birkenwälder, vorbei an blühenden Gebirgswiesen. Theo hat einen Fuchs gesehen und dabei fast einen Sturz verursacht. Entlang des wohl längsten Zaunes im Erzgebirge kamen wir zur traumhaften Rauschenbachtalsperre. Unser Radweg stieg dann wieder einige Kilometer an, es war der letzte Berg, der diesen Namen verdient hat. Dann kamen nur noch Hügel und ein Wäldchen aus lauter Latschenkiefern. Eine kurze Rast in Zinnwald in der Beerenhütte, wir hatten Pech, denn es war gerade eine große Gruppe vor uns angekommen, und wir mussten etwas länger warten. Dann ging es schon zu unserem Tagesziel, dem Mückentürmchen. Von hier hatten wir eine bezaubernde Aussicht auf Teplice und das tschechische Hinterland.
Der Schlusstag führte uns vom Erzgebirgskamm vorbei an den Tissaer Wänden bergab ins Elbtal nach Königstein, direkt ins Café und von da in die Bahn und zurück nach Gera.
Erwähnen möchte ich noch, dass die Verpflegung in allen Gaststätten und Pensionen hervorragend war, so dass wir kaum an Substanz verloren haben.
Nachdem alle Ihre Wunden versorgt, Waden und Oberschenkel mit besten Cremes gepflegt haben, geht es vielleicht im nächsten Jahr auf ein Neues. Versprochen, es wird etwas leichter.
Termin 12.-16.6.2019, andere Vorschläge sind willkommen.
Laufkurs 2018
Erschöpft aber glücklich schlossen die Teilnehmer um Leiter Ralf Hering
(in Rot, unterstützt durch Claudia Pittelkow, daneben)
den Laufkurs 2018 ab.
Hobbyläufer trotzen hohen Temperaturen

Die Ausdauerläufer beim Postsportverein Gera laufen zu jeder Jahreszeit.

Um ihre Leidenschaft anderen Hobbysportlern schmackhaft zu machen, bot die Abteilung auch im Frühjahr 2018 einen Laufkurs für interessierte Anfänger und Wiedereinsteiger an. Acht von ursprünglich zehn Teilnehmern schlossen ihn Anfang Juni erfolgreich ab. Dabei lagen die fünf Frauen und drei Männer im Alter zwischen 20 und 47 Jahren.

"Dieses Jahr war vor allem das Wetter eine große Herausforderung. An mehreren Trainingstagen war es sehr heiß. Umso stolzer dürfen die Teilnehmer auf ihre Leistung sein", zollte Kursleiter Ralf Hering von der Abteilung Ausdauerlauf Respekt.

Besonders die Laufstrecke im Geraer Stadtwald entlang der Fuchsklamm bot trotz einiger Anstiege schattige Abkühlung. Dabei zeigten die Debütanten von Beginn an ein hohes Leistungsniveau. Folglich war es keine Überraschung, dass alle verbliebenen Teilnehmer das zum Kursabschluss angestrebte Ziel, 30 Minuten durchzulaufen, ohne Probleme erreichten. Die Gruppe legte am Finaltag im Durchschnitt 4,5 Kilometer zurück.

Spaß und Freude am Laufen, so die Idee hinter diesem Kurs. Und das mit Erfolg: Einige der Absolventen wollen auch zukünftig der Truppe treu bleiben. Sie und weitere Interessierte können sich immer mittwochs ab 17:30 Uhr der ambitionierten Laufgruppe anschließen.
Annegret Büttner
Anne beim Hohe Reuth Lauf 2018
(Foto H.Gerold)
Anne erneut erfolgreich unterwegs

Unsere Läuferin Annegret Büttner hat sich auch im Frühjahr 2018 wieder auf den Weg zu überregionalen Wettkämpfen gemacht.

Zunächst ging es am Samstag, dem 14. April mit weiteren Sportfreunden aus Gera zum 40. Internationalen Kyffhäuser Berglauf, um dort beim Halbmarathon der Thüringer Energie mitzumischen. Und das tat sie überaus erfolgreich, denn unter den 70 teilnehmenden Frauen wurde sie 23. und ließ damit nicht nur die anderen vier Starterinnen in ihrer eigenen Altersklasse hinter sich.

Aber das war gewissermaßen erst der Auftakt für ihren nächsten Coup. Bereits eine Woche danach zog es sie nämlich zum wiederholten Mal in heimatliche Gefilde, wo am Sonntag, dem 22. April der mittlerweile 13. DarßMarathon fest gebucht war. Obwohl sie hier die Älteste im Ziel war, erkämpfte sie einen tollen 28. Platz unter insgesamt 53 Frauen auf dieser Distanz. In ihrer Altersklasse war sie zum Glück nicht allein, aber die Serie der ersten Plätze auf der Halbinsel konnte sie auch 2018 fortsetzen.

Dazu ganz herzliche Gratulation und noch viele weitere Lauferlebnisse!
Tourstart in Gera
Tourstart in Gera
Rast in Weißenstadt
Rast in Weißenstadt
190 km und 2500 Höhenmeter geschafft

Einige Läufer unternahmen vom 8. bis 10.9.2017 eine Radtour mit vielen schönen landschaftlichen Eindrücken und sportlichen Herausforderungen. Hier der Bericht von Andreas Meinel:
Die erste Herausforderung war, in den Wäldern von Rehau die richtige Route zu finden. Danach führte uns der Weg nach Selb, wo unsere Wegspezialisten wieder all ihr Wissen und Orientierungsvermögen abrufen mussten. Dann radelten wir auf einem anspruchsvollen Weg durch das wunderschöne Egertal mit einem Schlussanstieg nach Hohenberg. Nach einer kurzen Rast führte uns die Strecke steil bergab und an einem Stausee vorbei nach Cheb/Tschechien. Dort kamen wir an einem schönen Park und einer imposanten Burg vorbei, dann ging es auf einer stillgelegten Bahnstrecke nach Waldsassen zur ersten Übernachtung. Das Königlich-Bayerische Forsthaus im Zentrum war eine ausgezeichnete Wahl.
Am Morgen gab es einen kleinen Stadtrundgang mit Besichtigung der Basilika. Wir verließen Waldsassen und fuhren über Marktredwitz in die Festspielstadt Wunsiedel, dort steil bergauf, vorbei am Felsenlabyrinth, den Höhen vom Fichtelgebirge entgegen. Wir umrundeten den Ochsenkopf, machten Rast in Fichtelberg, hatten von Fleckl eine traumhaft lange Abfahrt und wurden dann mit einem Schlussanstieg zu unserem Tagesziel Bischofsgrün abgestraft.
Am Sonntagmorgen ging es nach einer kurzen, steilen Abfahrt wieder lange und steil bergauf zum Höhenrücken des Schneeberges, 798m. Vorbei an den Quellen von Eger, Naab, Weißem Main und Saale fuhren wir jetzt stetig bergab und der Sonne entgegen. In Weißenstadt machten wir Rast am See, dann ging es auf einer stillgelegten Bahnstrecke nach Kirchenlamitz und von dort nach Schwarzenbach a.d.Saale. Unser Ziel Hof nun vor den Augen ging der Rest fast wie von allein, nur von einem Brauereigasthof kurz vor dem Ziel wurden wir noch mal aus dem Sattel gerissen.
Laufkurs 2017
Unter Anleitung von erfahrenen Ausdauerläufern wie Ralf Hering (oben 3.v.l.) absolvierten auch in diesem Jahr die Teilnehmer erfolgreich ihren Laufkurs beim Post SV Gera.
Hier ist das Schwatzen erwünscht - erfolgreicher Laufkurs beim Post SV Gera

Auch 2017 hat die Abteilung Ausdauerlauf des Postsportverein Gera e.V. in den Monaten Mai und Juni einen Laufkurs für interessierte Anfänger und Wiedereinsteiger durchgeführt.

Unter Anleitung des erfahrenen Läufers Ralf Hering und der ehemaligen Laufeinsteigerin Claudia Pittelkow haben insgesamt 10 Frauen und 3 Männer im Alter von 32 bis 57 Jahren sechs Wochen lang regelmäßig und intensiv trainiert. Am Kursende konnte dadurch auch das gemeinsame Ziel erreicht werden, nämlich 30 Minuten im Joggingtempo durchzulaufen. Jeder Teilnehmer schaffte dabei im Schnitt etwas über 4 Kilometer Laufstrecke, was vor allem für die Laufanfänger eine sehr gute Leistung war. Der Spitzenwert eines Wiedereinsteigers lag sogar bei 5,5 Kilometern in 30 Minuten. Die Teilnehmer sind damit innerhalb weniger Wochen vom Laufeinsteiger zum Freizeitläufer geworden.

Grundlagen für diese Ergebnisse waren viel Spaß und Fleiß sowie die methodische Gestaltung, die Vermittlung von Lauftheorie und ein Vortrag des laufenden Arztes Dr. Detlef Ebert. Im Gegensatz zu anderen Kursen war hierfür das Schwatzen ausdrücklich erlaubt, um sich besser kennenzulernen bzw. austauschen zu können.

Für die Gruppenmitglieder, aber auch alle anderen Interessierten mit ersten Lauferfahrungen, besteht das Angebot, beim Post SV Gera unter fachkundiger Anleitung weiter zu laufen. Auch fortgeschrittene Freizeitläufer sind in einer anderen Gruppe herzlich willkommen. Treffpunkt ist immer mittwochs um 17:30 Uhr im Stadion der Freundschaft Gera, aktuell allerdings an der Panndorfhalle, siehe unten.
Hans-Friedrich Lauerwald
Er läuft und läuft und läuft

Eigentlich wurde dieser Satz einst für eine andere Art der Fortbewegung kreiert, aber hier trifft er haargenau zu. Denn Hans-Friedrich Lauerwald absolvierte am 20. Mai 2017 bereits seinen 40. Rennsteiglauf in ununterbrochener Folge seit 1978. Und zwar nicht "irgend einen", sondern immer die Königsstrecke, wie die Distanz des Supermarathon auch genannt wird. Ihre Länge schwankte seit seinem Einstieg bis heute zwischen 65 und 75 km und wurde kürzlich mit 73,5 km neu vermessen. Hinzu kommt, dass "das schönste Ziel der Welt" in Schmiedefeld etwa 500 m höher als der Start auf dem Eisenacher Marktplatz liegt bei Gesamtanstiegen von fast 2000 m, was nach einem Drittel der Strecke auch die Überwindung des Inselsbergs einschließt. Nach überstandenen Strapazen, wo Aussteigen trotz schwieriger Phasen nie zur Debatte stand, konnte sich Hans-Friedrich nicht nur im VIP-Zelt stärken, sondern auch anlässlich seines Jubiläums zum wiederholten Male in das Goldene Buch der Veranstaltung eintragen.
Annegret Büttner
Sie hat es wieder getan!

Auch im Frühjahr 2017 machten sich nicht wenige Sportfreunde aus Gera und Umgebung auf den Weg an die Küste, um an einem der im Rahmen des 12. DarßMARATHONS ausgeschriebenen Wettkämpfe teilzunehmen. Annegret Büttner von den Ausdauerläufern des Post SV Gera entschied sich erneut für die namengebende Distanz in ihrer (alten) Heimat auf der Ostseehalbinsel, wo sie schon oft auf dem Siegertreppchen stand. Und auch an diesem 23. April ließ sie nichts anbrennen und warf ihre hier seit dem ersten Lauf gesammelten Erfahrungen in die Waagschale. Obwohl sie in der letzten Phase des Rennens vom Sturzpech ereilt wurde, rappelte sie sich trotz leichter Blessuren schnell wieder auf und konnte den Wettkampf inmitten der durchweg jüngeren weiblichen Konkurrenz erfolgreich beenden. Und interessanterweise gab es keine Altersklasse, wo sie nicht wenigstens eine Läuferin hinter sich ließ. Verdienter Lohn neben dem persönlichen Erfolgserlebnis war - natürlich - der Platz auf dem Siegerpodest, welches hier die Gestalt eines Strohballens hatte.
Laufkurs erfolgreich abgeschlossen

Vom 4. Mai bis zum 15. Juni 2016 fand ein durch unsere Abteilung organisierter kostenloser Laufkurs für Anfänger oder Wiedereinsteiger statt. In 6 Trainingseinheiten wurden unter Anleitung von Ralf Hering die Grundlagen unserer Sportart vermittelt, ergänzt durch nützliche Tipps und einen themabezogenen Kurzvortrag des lauferfahrenen Arztes Dr. Ebert. Jeder Teilnehmer erhielt einen Plan mit Übungseinheiten für die Zeit zwischen den gemeinsamen Terminen, um kontinuierlich auf das gestellte Ziel hinzuarbeiten. Es bestand darin, am Ende des Kurses 30 Minuten ohne Unterbrechung zu laufen und vielleicht danach auf diese spezielle Art aktiv zu bleiben. Das schafften bei der am letzten Tag zwischen Stadion und Elsterufer durchgeführten Abschlussprüfung die meisten der anfänglich 13 Teilnehmer. Trotz individueller Unterschiede hatte sich hier eine Gruppe zusammengefunden, in der man bestens miteinander harmonierte und bei aller Anstrengung auch viel Spaß hatte. Eine Wiederholung im nächsten Jahr ist keinesfalls ausgeschlossen ...

Postläufer
Seit dem 1.1.2016 gibt es die Abteilung Ausdauerlauf im Post SV Gera.
Trainingszeiten:
Mittwoch 17:30 ab Panndorfhalle
ca. 1,5 Std. lockeres gemeinsames Laufen, i. d. R. auf Wald- und Feldwegen
ausdauerlauf@post-sv-gera.de